2015 - Schwarzgurtpr├╝fung im Kickboxen im Shorin Honau.





Schwarzgurtprüfung im Kickboxen im Shorin Honau.

Am letzten Wochenende fand in Rheinau - Honau von dem Kickboxverband der WKU (World Kickboxing Union) eine Schwarzgurt - Gürtelprüfung im Kickboxen statt.

Die Prüfung zum schwarzen Gürtel ist eine Meisterprüfung im Kampfsport. Die Schülergrade gehen von den Farben Gelb, über Orange, Grün, Blau bis hin zum Braungurt. Wartezeit zwischen den einzelnen Prüfungen ist immer mindestens ein halbes Jahr. Die Schüler sollen in dieser Zeit reifen, den Sinn und Zweck des Kampfsports verstehen und ihre eigenen Techniken verfeinern und vertiefen.
Für die Prüfung zum schwarzen Gürtel (1.DAN) muss der Prüfling alle Schülergrade durchlaufen sein. Hinzu diverse Schulungen und Lehrgänge wie zum Beispiel Kampfrichter- und Punktrichterseminare, Selbstverteidigungskurse usw. absolviert haben.
Insgesamt gibt es im Kickboxen 10 DAN-Grade, wobei der zehnte Dan weltweit nicht vergeben ist. Den neunten Dan gibt es in Deutschland nur einmal und setzt ein Mindestalter von 60 Jahren und mindestens 38 Jahre aktiven Kampfsport voraus. Ab dem sechsten Dan dürfen die Prüfungen zur Vergabe des nächsten DAN-Grades nur noch abgelegt werden, wenn sich die Person in besonderem Maße für den Sport eingesetzt hat, die Person von verschiedenen Kreisen vorgeschlagen wird und das deutsche Prüfungskollegium seine Zustimmung zur Prüfung erteilt. Es sind Ehrengürtel.

Geprüft wurden an dem Tag sechs Prüflinge zu ihrem ersten Dan, eine Sportlerin zu ihrem zweiten Dan und im Anschluss an die Prüfung wurde der Landestrainer Baden-Württemberg aus Stuttgart – Schorndorf zu seinem vierten Dan geprüft.

Die Prüfung ging über vier Stunden in welcher die Prüflinge in zehn verschiedenen Parts unter die Lupe genommen wurden. Die wichtigsten Parts hierbei sind die Faust- und Beintechniken in Perfektion, die komplette Regelkunde, die Trainingslehre, Selbstverteidigung unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und dann in allen sieben Stilrichtungen das Schattenboxen, das Sparring und das Gerätetraining.

Marco (selbst Träger des 6. Dan) hatte seine Schützlinge etwa ein Jahr lang wöchentlich auf diesen einen Tag vorbereitet und geschliffen. Insgesamt mussten Sie in den letzten Wochen die komplette Prüfung mehrfach im Training durchlaufen und wöchentlich wurde an den Feinheiten der Techniken und der Trainingslehre korrigiert und verfeinert. Ein Aufwand der Prüflinge welche sich gelohnt hat.
Auf den Punktrichterzetteln war am Ende der Prüfung dreimal die Traumnote von 98 Punkten (von 100 möglichen) zu finden.

Auf dem Bild von rechts nach links:
Giuseppe de Mitri (4.Dan und Prüfer), Daniel Kämper (1.Dan), Kathrin Lankoff (1.Dan), Natascha Stenzel (1.Dan), Simon Riebs (1.Dan), Jan Roß (1.Dan), Lisa Köberlin (2.Dan), Elena Brazhnik (1.Dan), Marco Roß (Prüfer)




Veröffentlicht am
21:39:24 04.04.2015